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Milestones - Oerlikon Leybold Cologne

Unsere Gründer

Ernst Leybold verband die Bereitschaft zu harter Arbeit mit einem Gespür für gute Geschäftsmöglichkeiten. Wolfgang Gaede hielt persönlich fast 40 Patente allein in Deutschland für Vakuumtechnik. Dr. Manfred Dunkel hat die Errungenschaften seines Vorgängers ausgebaut, um das Unternehmen voranzubringen.

Our Founder Ernst Leybold

Ernst Leybold

Ernst Leybold

Unser Gründer und Namensgeber

* 17.11.1824 in Rothenburg ob der Tauber
† 10.02.1907 in Köln

Ernst Leybold begann, wie sein Vater und sein Großvater auch, als Kaufmann. Im Jahr 1846 verließ er das Haus in der kleinen Stadt Rothenburg, in dem er aufgewachsen war, und nahm in Köln eine Stelle als Verkäufer bei der Importfirma Böcker an. 1850 arbeitete er mit einer Kaffeeimportfirma zusammen. 1851 starb unerwartet sein Arbeitgeber Martin Kothe, ein Handelsvertreter und Importeur ausländischer Weine und verschiedener pharmazeutischer Artikel, und hinterließ eine Ehefrau ohne Geschäftserfahrung. Zur Unterstützung sprang Leybold ein.

Zunächst führte er das Geschäft einfach weiter. Dann beteiligte er sich finanziell und übernahm schließlich 1863 die Firma unter dem Namen E. Leybold (vormals Leybold & Kothe). Im Rahmen des Vergleichs mit den Erben von Kothe baute Leybold den Geschäftsbereich Apothekenbedarf aus. Diese Entscheidung erwies sich als gut, denn das Geschäft mit physikalischen und pharmazeutischen Apparaten samt Zubehör war so erfolgreich, dass Leybold bald ein eigenes Haus besaß und damit begann, Grundstücke zu erwerben.

Im Jahr 1864 eröffnete er sein Hauptgeschäft in einem Neubau in der Schildergasse/Brüderstraße. Zu dieser Zeit verfügte er auch über eine bescheidene Eigenproduktion. Aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges erwarben Leybold und Julius v. Holleben 1865 eine ein Jahr zuvor gegründete Glashütte in Ehrenfeld (seit 1872 Rhein. Glashütten AG). 1870 beschloss Leybold, sein erstes Unternehmen an seinen Partner Otto Ladendor und den Kaufmann Emil Schmidt zu verkaufen, die die Firma als „E. Leybold's Nachfolger“ erfolgreich weiterführten.

Bereits zu Beginn der 1860er Jahre hatte sich Ernst Leybold in Immobilienspekulationen versucht und war mit verschiedenen Immobilientransaktionen erfolgreich. Danach wandte er sich einem spektakulären städtebaulichen Projekt zu, dem Bau der Marienburger Villenkolonie südlich von Köln. Für eine bescheidene Summe hatte er das Gut Marienburg mitsamt dem Herrenhaus und weiteren 500 Morgen Land erworben. Das Herrenhaus bezog er 1873 selbst und verpachtete das Land. Leybold beschränkte sich nicht darauf, die parzellierten Grundstücke, wie zum Beispiel das Gebiet zwischen den heutigen Verkehrsadern Kölns, dem Bayenthalgürtel, dem Gustav-Heinemann-Ufer, dem Militärring und der Bonner Straße, einfach zu verkaufen. Stattdessen versuchte er, den Wohnwert des Gebietes zu erhöhen. Dazu gehörten Straßenbaumaßnahmen innerhalb der Kolonie, die ihr eine solide Infrastruktur mit Kanalisation und Gasanschlüssen gaben, sowie Verhandlungen mit den Behörden, um die Verkehrsanbindung nach Köln zu verbessern (z. B. eine Straßenbahn). Als solcher widmete Leybold die letzten Jahre seines Lebens mehr der Stadtentwicklung und verschiedenen Immobilienprojekten als der Weiterentwicklung von Vakuum-Innovationen oder anderen wissenschaftlichen Projekten. Er gilt bis heute als eine der einflussreichsten Personen in der 170-jährigen Geschichte der Leybold GmbH. Seine Flexibilität und Komplexität spiegelt sich auch heute noch in der Werte des Unternehmens wieder.

Our Founder Gaede

Wolfgang Max Paul Gaede

Wolfgang Max Paul Gaede

Pionier der modernen Vakuumtechnologie

* 25.05.1878 in Lehe, Bremerhaven
† 24.06.1945 in München

Eine weitere Persönlichkeit, die Anfang des 20. Jahrhunderts erheblichen Einfluss auf den Werdegang unseres Unternehmens nahm, war Prof. Dr. Wolfgang Gaede. 1897 begann Gaede an der Universität Freiburg im Breisgau ein Studium der Medizin, wechselte jedoch bald in den Fachbereich Physik, wo er 1901 mit dem Thema „Über die Änderung der spezifischen Wärme der Metalle mit der Temperatur“ promovierte.

Anschließende Forschungen über den Voltaeffekt im Vakuum blieben jedoch erfolglos, da das mit der damaligen Pumpentechnik zu erreichende Vakuum für die Untersuchungen nicht ausreichte. Dieses Problem war der Anlass für Gaedes Lebenswerk, nämlich den Bau einer gänzlich neuen und effektiven Vorrichtung zur Erzeugung und Messung von Hochvakuum. Seine daraus entstandene rotierende Quecksilberpumpe stellte er seinen Wissenschaftskollegen 1905 bei einem Kongress in Meran vor und erregte damit einiges Aufsehen, obwohl diese Pumpe (zusammen mit seiner Ölkapselpumpe) lediglich eine technische Verbesserung bereits bekannter Prinzipien darstellte. Im Jahr 1906 begann die Zusammenarbeit mit unserem Unternehmen. Von 1906 bis zu seinem Tod gab ihm der Beratungsvertrag mit E. Leybold‘s Nachfolger in Köln die Möglichkeit, seine Forschungen in seinem privaten Labor fortzusetzen, zunächst in Karlsruhe und später in München.

 

Milestone - Founders Dr. Dunkel 1967

Dr. Manfred Dunkel

Dr. Manfred Dunkel

Unternehmensinhaber und Gründer der GAEDE-Archive

* 27.11.1898 in Bremen
† 26.04.1985 in Köln

Manfred Dunkel übernahm 1931 von seinem Schwiegervater Alfred Schmidt das in die Krise geratene Kölner Unternehmen E. Leybold‘s Nachfolger, eine Spezialfabrik für Hochvakuumpumpen und naturwissenschaftliche Lehrmittel. Mit der vom Karlsruher Universitätsprofessor Wolfgang Gaede entwickelten Vakuumtechnologie gelang ihm der Ausbau der Verfahrenstechnik im Bereich der Hochvakuumtechnologie. 1952 gründete er die Tochtergesellschaft Leybold Hochvakuumanlagen GmbH. 1967 erfolgte unter seiner Regie die Fusion der beiden Firmen mit der Heraeus GmbH in Hanau zur Leybold Heraeus GmbH & Co.

1968 zog er sich in das Privatleben zurück.

Dunkel bekleidete zahlreiche Ehrenämter und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem war er 1964-1966 Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Metallindustrie Köln, 1950-1969 Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher feinmechanischer und optischer Industrie e.V. sowie Schöffe, Handels- und Arbeitsrichter in Köln. Manfred Dunkel hat 1984 die GAEDE-Stiftung initiiert und den Grundstock für das Stiftungsvermögen gestellt.

GAEDE-Stiftung

Die allgemein als GAEDE-Preis bekannte Auszeichnung der GAEDE-Stiftung wurde 1984 von Manfred Dunkel gestiftet.

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