Ultrahochvakuum-Anwendungen

Werkstofftechnik ist ein interdisziplinärer Bereich, der sich mit der Entdeckung und Entwicklung neuartiger Materialien durch Analyse ihrer Synthese, Struktur, Eigenschaften und Verhalten befasst. Die Forschungsaktivitäten erstrecken sich über das gesamte Werkstoffspektrum einschließlich elektronischer, optischer und magnetischer Materialien, Polymeren, Implantationswerkstoffen für medizinische Zwecke und Nanowerkstoffen, wie z.B. Graphen. Werkstoffentwicklung stellt den wichtigsten Entwicklungsantrieb für Bereiche wie Elektronik, Pharmazeutik
und Medizin, Energie, Nanotechnologie sowie der allgemeinen industriellen
Werkstoffherstellung dar.

Ultrahochvakuum (UHV) ist der Vakuumbereich, der durch Drücke von weniger als 10-9 mbar (oder 10-7 Pa) gekennzeichnet ist. Für viele analytische Oberflächentechniken wie Röntgen-Photoelektronenspektroskopie (XPS), Auger-Elektronenspektroskopie (AES), Sekundärionen-Massenspektrometrie (SIMS) oder Feldemissionsmikroskopie (FEM) sind Ultrahochvakuumbedingungen erforderlich. Auch Dünnschichtwachstums- und Präparationstechniken mit hohen Anforderungen an die Reinheit, wie Molekularstrahlepitaxie (MBE) und Atomschichtabscheidung (ALD), beruhen auf UHV-Bedingungen. Strahllinien von Beschleunigern sowie Gravitationswellendetektoren arbeiten ebenfalls unter UHV-Bedingungen. Diese Vakuumniveaus erfordern den Einsatz von speziellen Materialien und Pumpprinzipien.
Leybold bietet eine breite Palette von fortschrittlichen Vakuum-Lösungen für den Einsatz in anspruchsvollen Ultrahochvakuum-Anwendungen. Unsere Komponenten, Systemlösungen und Service-Angebote haben sich in den großen Forschungszentren weltweit bewährt.