Optimierte Vakuumsysteme sparen Energie in der Gefriertrocknung und beim Vakuumbacken

Oerlikon Leybold Vacuum stellt auf den Messen CFIA Rennes, Frankreich und der
ANUGA Foodtec in Köln Vakuumtechnologie für die verarbeitende
Nahrungsmittelindustrie aus. Oerlikon Leybold Vacuum beliefert die
Lebensmittelindustrie mit fortschrittlichen Vakuumlösungen.

Neben Anwendungen wie Lebensmittelverpackung oder Vakuum-Backen, gewinnen Gefriertrocknungsprozesse immer mehr Dynamik, zumal die zunehmende Fokussierung auf schnelle und energetisch optimierte Vakuumlösungen Hand in Hand geht mit der Notwendigkeit, die Alterung und Instandhaltung bestehender Lebensmittelverarbeitungsanlagen zu betrachten.

Oerlikon Leybold Vacuum hat zu Beginn des Jahres 2015 einen größeren Auftrag von einem Schweizer Unternehmen erhalten. Das Unternehmen ist einer der Weltmarktführer in der Lebensmitteltechnologie und hat verschiedene Verfahren in der Lebensmittelherstellung unter Vakuum entwickelt, die für enorme Verbesserungen in der Produkt- und der Prozessqualität sorgen. Die Pumpenmodelle aus dem Hause Oerlikon Leybold Vacuum werden im Gefriertrocknungssystem eines deutschen Herstellers zur Anwendung kommen, der zwanzig Tonnen Instant-Kaffeepulver pro Tag produziert.

Moderne Vakuumpumpen mit ihren sehr kompakte Bauweise, hohen Effizienz und die Möglichkeit, externe Frequenzumrichter wie bei den Pumpen der RUVAC WH-Reihe zu verwenden, entsprechen den Anforderungen des Kunden in höchstem Maße. Diese Pumpen können integriert werden, was beispielsweise bei den derzeitig verwendeten Gefriertrocknungssystemen zu einer erheblichen Einsparung an Energiekosten führt. Gleichzeitig liefern diese Pumpen eine höhere Pumpgeschwindigkeit, die dem Kunden ein erforderliches Upgrade mit größeren Flexibilität in der Produktion bietet.

Die Vorteile dieser Vakuum-Technologie von Oerlikon Leybold sind auf andere Lebensmittelherstellungs-Prozesse unter Vakuum durchaus übertragbar, zum Beispiel auf die Vakuumkonditionierung von Backwaren in der industriellen Fertigung. Hier kommen physikalische Prinzipien zur Anwendung. Bei atmosphärischem Druck kocht Wasser bei 100 °C. Sinkt der Atmosphärendruck verringert sich auch der Siedepunkt. Liegt der Druck bei 42 mbar, verdampft das Wasser bereits bei 30 °C. Die zum Sieden notwendige Energie wird dem nahezu noch ofenwarmen Backprodukt entzogen. Werden die Backwaren einer Vakuumkühlung unterzogen, erfolgt dies in 2 – 6 Minuten, wobei der gleichmäßige Entzug des Wasseranteils auch eine mögliche Kondensation, die sogenannte Verkleisterung, im Gebäck selbst verhindert.

Diese vakuumbasierte Backtechnologie bietet für Anlagenhersteller, Produzenten, Bäckereien und Konsumenten gleichermaßen erhebliche Vorteile. Während der Kunde nahezu rund um die Uhr in den Genuss von frischem und warmem Brot mit nahezu optimaler Formgebung kommt, sind deutliche Einsparungen bei Herstellung und im Verkauf möglich.

Der Energieverbrauch kann signifikant reduziert werden, ebenso reduzieren sich die Kosten für Logistik, Standflächen und arbeitsökonomische Maßnahmen, so dass sich je nach Anlage Prozesseinsparungen von bis zu 50% ergeben können. Die Vakuumtechnologie mit den modernen Pumpenlösungen eröffnet hier einen deutlichen vom Zuwachs an Qualität und Produktivität, und hebt das Verbesserungspotential in punkto Produktionszeit, Infrastruktur, Personal, Logistikkosten sowie Rohstoff- und Energieverbrauch.

Die bewährte Zuverlässigkeit der variablen Kombinationsmöglichkeiten von ölgedichteten SOGEVAC und RUVAC Pumpen mit den modernen ölfreien, trockenverdichtenden DRYVAC Pumpen und ein passendes technisches Konzept gewährleistet eine optimierte Prozessstabilität.

Dies betrifft insbesondere die Kosten für Logistik und Energie.