GAEDE-Preis 2018 an G. Parkinson verliehen

Seit 1986 wird der GAEDE-Preis zum Zweck der Karriereförderung an jüngere Wissenschaftler verliehen und zeichnet Arbeiten aus Grundlagenforschung, Anwendung und Verfahrenstechnik der Gebiete Vakuumphysik und -technologie, dünne Schichten, Oberflächenphysik, Materialien und Verfahren der Festkörperelektronik, Nanostrukturwissenschaften und -technik aus.

Am 13. März verlieh Prof. Dr. R. Heuer - Präsident der Deutsche Physikalischen Gesellschaft (DPG) -  in Berlin den diesjährigen GAEDE-Preis an Dr. G. Parkinson von der TU Wien für seine bahnbrechenden experimentellen Arbeiten zu Eisenoxidoberflächen als Modellsysteme für Einzelatomkatalyse. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Festsitzung der Frühjahrstagung, Sektion Kondensierte Materie, an der TU Berlin statt. Diese Tagung führt jedes Jahr weit mehr als 6000 Physikerinnen und Physiker aus aller Welt zusammen und ist damit der größte Physikkongress Europas.

Der GAEDE-Preis wird finanziert von der GAEDE-Stiftung, die 1986 von Dr. Manfred Dunkel, langjähriger Inhaber und Geschäftsführer von Leybold, gegründet wurde und die Leistungen von Wolfgang Gaede honoriert. Heute wird der GAEDE-Preis jährlich durch die DPG vergeben. Dotiert ist er mit einem Preisgeld von 10.000 €, einer Urkunde und einem Modell der ersten Molekularpumpe, die Prof. Wolfgang Gaede 1912 entwickelt hat. Diese Pumpe war eine der vielen Erfindungen, die aus Gaede´s enger Zusammenarbeit mit der Firma Leybold in Köln hervorgingen und die die Vakuumtechnik revolutioniert haben. Leybold unterstützt auch heute noch die GAEDE-Stiftung durch eine intensive Mitarbeit im Preiskomitee und im Vorstand. Die Geschichte wird ebenfalls fortgeschrieben: Die Modelle der Molekularpumpe werden jährlich von den Auszubildenden von Leybold handgefertigt.

Weitere Informationen über den Preis und das Lebenswerk von Prof. Wolfgang Gaede finden Sie unter  www.gaedepreis.org und www.gaedestiftung.org.