Ausbildung: Maschinenschlosser, Weiterbildung zum staatl. geprüften Maschinenbautechniker

Rolle: Senior Manager International Products

Bei Leybold seit: Oktober 1989

„Ich konnte und durfte mir über die Jahre hinweg ein fundiertes Netzwerk in verschiedenen Standorten der Welt aufbauen. Ich finde es extrem interessant mit Kollegen aus Europa, China, USA usw. gemeinsam anspruchsvolle und komplexe Aufgaben über Ländergrenzen hinweg zu lösen.

WIE WAR DAS ALS DU BEI LEYBOLD ANGEFANGEN HAST? WIE BIST DU AUF LEYBOLD AUFMERKSAM GEWORDEN?

Ich habe damals einen attraktiven Arbeitgeber im Großraum Köln gesucht, da ich zu dieser Zeit mit der Abendschule zum Maschinenbautechniker in Köln begonnen hatte. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber war ich regelmäßig auf Montage und konnte so nicht immer sicherstellen, an der FH in Köln Deutz pünktlich zu sein. Ein Nachbar, der damals bei Leybold beschäftigt war, hat mich auf eine offene, interessante Stellenausschreibung bei Leybold hingewiesen und ich habe mich darauf beworben.

Dann ging alles ganz schnell und ich habe untypischerweise zur Mitte eines Monats bei Leybold angefangen, am 15.10.1989. Das heißt, ich bin bereits 31 Jahre im Unternehmen.

AUF WELCHE ROLLE HATTEST DU DICH DAMALS BEWORBEN?

Ich startete im Bereich Hochvakuum als Mechaniker für Turbomolekularpumpen. Heute heißt der Bereich Scientific Vacuum. Mit einigen Jahren Erfahrung bei den Classic u. Magnetgelagerten Turbomolekularpumpen und nach Abschluss des staatlich geprüften Maschinenbautechnikers wechselte ich dann als Fertigungsplaner in die Arbeitsvorbereitung Hochvakuum.

UND WIE HAT SICH DEIN WERDEGANG DANN WEITERENTWICKELT?

Innerhalb der Arbeitsvorbereitung ergaben sich damals immer wieder neue Möglichkeiten und so übernahm ich nach gut 2 Jahren die Aufgabe des Produkt Quality Managers Hochvakuum.

Gemeinsam mit dem Einkauf wirkte ich an dem Aufbau eines weltweiten Lieferanten-Qualifizierungs- Programmes mit und habe bei den Reisen und Audits vor Ort einen sehr breiten Einblick in die verschiedensten Produktionstechnologien erhalten. Das kam mir in meinem beruflichen Werdegang immer wieder zugute.

Mit der Kostenstellenleitung der Montage für einen speziellen Maschinentyp übernahm ich im Jahr 2000 auch meine erste Personalverantwortung für 35 Mitarbeiter.

Zusätzlich übertrug man mir bis einschließlich 2003 auch die Leitung der Fertigung Hochvakuum mit 30 Mitarbeitern sowie die Leitung der damaligen zentralen Teilefertigung mit weiteren 75 Mitarbeitern.

Von 2003 bis Ende 2006 übernahm ich die Aufgabe des Line Managers Vorvakuum inklusive aller Fertigungs- und Montagekostenstellen mit insgesamt zeitweise 150 Mitarbeitern. In dieser Zeit erhielt ich dann auch die Projektleitung für eine Produktrückverlagerung aus USA / Pittsburgh in das Kölner Werk.

Von Ende 2006 bis 2010 übernahm ich die Aufgabe des Project Managers Global Operations, welche eine weitere Herausforderung für mich darstellte, mit dem Wechsel von der direkten zur indirekten Personalführung mit global aufgestellten Projektteams. In den Standorten Köln & Dresden (D), Valence (FR), Tianjin (CN) sowie Export (US) lagen die Schwerpunkte in der Leitung, Koordination & Steuerung aller Kern-Projekte für Wachstum und Optimierung innerhalb der globalen Operations-Organisation.

In dieser Zeit wurde auch der Grundstein gelegt für mein langjähriges Chinaengagement in Form der Gesamtprojektleitung für das Wachstum in China II (2006) – IV (2016).

Hier handelte es sich um den kontinuierlichen Ausbau des Standortes Tianjin (CN) in mehreren Stufen bis Ende 2016. In dem Rahmen erhielt ich unter anderem die Möglichkeit mit der chinesischen Regierung für Leybold Landnutzungsrechte erfolgreich zu verhandeln sowie Investitions- und Infrastrukturprojekte in China zu leiten.

Im Jahr 2010 übernahm ich die Aufgabe des Senior Managers International Projects, was auch die strategische und operative Matrixverantwortung des Leybold Standortes Tianjin China beinhaltete.     Parallel wurde ich Mitglied des internationalen Managementteams von Leybold und war von 2011- 2013 zusätzlich Geschäftsführer der Leybold Vacuum GmbH in Dresden. Diese Aufgabe habe ich mit einem Kollegen geteilt, da wir zu dieser Zeit beide viel auf Reisen im Ausland waren.

Von 2014 – 2015 übernahm ich unter anderem die Projektleitung der erfolgreichen SAP-Einführung in unserem Produktionswerk Tianjin China mit einem internationalen Team von ca. 70 Mitarbeitern aus Produktion, Logistik, Finance und vielen weiteren.

Nun gehören wir seit 2016 zur Atlas Copco Gruppe was wiederum neue tolle Möglichkeiten mit sich brachte. So bekleide ich nun die Aufgabe des Senior Managers International Projects im Rahmen des Project Management Offices (PMO) für den Geschäftsbereich Industrie Vakuum eingebettet in ein außergewöhnliches klasse Team. Die Projektschwerpunkte lagen in den letzten Jahren in Köln und Lutin (Tschechien) um diese und weitere Produktionsstandorte für die Zukunft auszurichten.

Aus meiner Sicht bietet Leybold und die Atlas Copco Gruppe so viele tolle Chancen, aber man muss auch selber Schritte dorthin tun und manchmal auch in Vorleistung gehen. Nur sitzen und warten – da passiert nicht viel.

Ich konnte und durfte mir über die Jahre hinweg ein fundiertes Netzwerk in verschiedenen Standorten der Welt aufbauen. Ich finde das extrem interessant mit Kollegen aus Europa, China, USA usw. gemeinsam anspruchsvolle und komplexe Aufgaben über Ländergrenzen hinweg zu lösen.

Man sollte immer bedenken, dass man als Einzelkämpfer nicht weit kommt, egal welche Aufgabe oder Rolle man hat. Im Team bekommt man auch die komplexesten Aufgaben gelöst und umgesetzt.

ICH HABE DAS GEFÜHL ES GIBT NICHTS, WAS DU NOCH NICHT ERLEBT HAST…

Nein, es gibt immer wieder Neues zu erleben, das macht es ja so interessant.

In meiner bisherigen Laufbahn gab es etliche Projekte, wo neben der Fachkompetenz auch sehr stark eine interkulturelle Kompetenz in der Zusammenarbeit mit asiatischen Partnern gefragt war und hier lernt man nie aus.

DU HATTEST JETZT SCHON MEHRFACH UNTERSCHWELLIG ANGESPROCHEN. DAHER AUCH NOCH MAL EXPLIZIT DIE FRAGE: WAS WÜRDEST DU JEMANDEM MITGEBEN, DER SICH BEI UNS BEWERBEN MÖCHTE. WAS BRAUCHT MAN DEINER ANSICHT NACH UM BEI UNS ERFOLGREICH ZU SEIN?

Als Erstes muss man Spaß an der Aufgabe haben, dann kann man authentisch sein und jeder merkt, dass man voll hinter der Aufgabe steht.

Man sollte dauerhaft offen für Neues sein, auch im Bereich kulturell unterschiedlicher Arbeitsweisen im Team arbeiten wollen und auch mal Verbesserungspotenziale annehmen können.

Gerade auch das Thema Sprachen halte ich für sehr wichtig. Englisch z.B. ist sehr hilfreich in einem international operierenden Unternehmen wie Leybold und der Altas Copco Gruppe.

Aus jeder Aufgabe kann etwas Neues entstehen, ich zum Beispiel bin gelernter Maschinenschlosser und mein beruflicher Werdegang bis heute war so mit Sicherheit für mich damals nicht vorhersehbar.

Jede Aufgabe lässt sich meistern, meine Devise: Erwarte das Unerwartete, dann bist Du gut gewappnet!