ISABEL IGL

SALES ENGINEER

"Ich führe jeden Tag Telefonate und Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen – und auch Charakteren. Das variiert vom Bediener der Anlage bis hin zum Geschäftsführer, oder vom Einkäufer bis zum Instandhalter - es ist alles mit dabei."

Ein Bild von Isabel Igl

Ausbildung: Master Verfahrenstechnik

Bei Leybold: Seit Oktober 2013

Welche Position hast Du bei Leybold und was sind die wesentlichen Aufgaben dieser Rolle?

Momentan bin ich Vertriebsmitarbeiterin für die Vertriebsgebiete Baden, Baden Württemberg, und Stuttgart. Alle Kunden, die in meinem Postleitzahlengebiet ansässig sind, gehören zu meinem Betreuungsbereich. In meiner Rolle bin ich im Prinzip, das Gesicht von Leybold zum Kunden. Sprich, ich bin dafür verantwortlich, dass der Kunde gerne und auch weiterhin bei Leybold kauft. Ich betreue zum einen unsere Bestandskunden, wenn sie wieder etwas Neues brauchen und kümmere mich darüber hinaus auch um die Akquise von Neukunden. Ich berate unsere Kunden in Bezug auf alle Fragen, die sich im täglichen Gebrauch mit den Vakuumpumpen ergeben.

Was gefällt Dir besonders an der aktuellen Rolle?

Schön ist, dass jeden Tag eine neue Herausforderung wartet. Es ist nie langweilig. Ich weiß noch, wie ich in meinem Vorstellungsgespräch von meinem Geschäftsführer gefragt wurde, ob ich mir denn vorstellen könnte, jeden Tag eine Vakuumpumpe zu verkaufen. An sich stellt man sich das als Laie erstmal relativ ähnlich vor. Sprich, irgendwo ist ein Behälter, ich brauche eine Vakuumpumpe und die kann ich dann höchstens vielleicht noch in der Größe variieren. Aber Vakuum bedeutet wesentlich mehr. Es wird ja meist nicht nur Luft gepumpt, sondern alle Prozessgase des Kunden gehen durch die Vakuumpumpe, so dass man auch verfahrenstechnisch die Gesamtanlage & Applikation mit betrachtet. Jeder Kunde hat eine andere Anwendung, jeder Kunde hat andere Anforderungen an die Vakuumpumpen, an seinen Vakuumlieferanten, sodass man eigentlich niemals nach „Schema F“ beim Kunden agiert.

Schön ist natürlich auch der persönliche Kontakt. Ich führe jeden Tag Telefonate und Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen – und auch Charakteren. Das variiert vom Bediener der Anlage bis hin zum Geschäftsführer, oder vom Einkäufer bis zum Instandhalter - es ist alles mit dabei.

Das klingt wirklich sehr spannend. Wenn Du das noch einmal reflektierst, was würdest du sagen, aus Deiner Brille, was muss man mitbringen, um in der Rolle erfolgreich zu sein?

Ich glaube wichtig ist, dass man einfach Spaß daran hat mit den unterschiedlichsten Menschen Kontakt aufzunehmen. Dass man sich auch nicht scheut Kontakt aufzunehmen, indem man zum Beispiel auch mal eine Kaltakquise macht.

Es gibt Kundengespräche, die haben sich nach drei Minuten erledigt - der Kunde will nicht. Das muss man dann auch akzeptieren. Und es gibt Gespräche, bei denen ich gleich den Richtigen am Telefon habe und wir uns wahnsinnig gut über die Technik austauschen. Im Idealfall habe ich dann auch einen Besuchstermin vereinbart. Daher ist diese Kontaktfreudigkeit und dass man keine Scheu hat zu sagen: „Hallo, ich bin Leybold“ wichtig.

Zum anderen muss man sich natürlich auch selbst organisieren. Wir arbeiten im Vertrieb von zu Hause aus. Da ist also Keiner, der dir morgens eine To-Do Liste vorlegt und sagt „Das sollst du heute machen.“ Man muss selbst schauen: wo sieht man Potentiale? Wo sind Kunden, die ich gerne besuchen möchte? Wo sind Kunden, von denen ich weiß, dass der der Schuh drückt oder die vielleicht ein bisschen Pflege und einen Ansprechpartner brauchen. Manchmal geht es nur darum, mal kurz anzurufen, sich zu melden oder kurz fragt, ob alles in Ordnung ist.

Wie sieht es mit dem fachlichen Hintergrund aus?

Es ist natürlich schon so, dass man ein gewisses technischen Verständnis braucht. Leybold hat wahnsinnig tolle Produkte, die technisch sehr gut sind. Wir sind, der „Mercedes“ unter den Vakuumanbietern. Wir verkaufen über unsere Stärke, also über die Technik. Da ist es schon wichtig, dass man die Anwendung des Kunden, sowie die Technik unserer Vakuumpumpen versteht und dann danach auch kombiniert, was für den Kunden am besten passt.

Welche Ausbildung bringst du mit?

Ich habe Verfahrenstechnik studiert. Ich habe erst den Bachelor gemacht und dann noch den Master drangehängt. Anschließend habe ich drei Jahre bei einer Firma im Bereich Anlagenbau gearbeitet. Dort hatte ich die ersten Kontakte mit Vakuumpumpen. Wir hatten uns damals für ein Großprojekt alle Hersteller auf dem Markt angeschaut und uns für Leybold entschieden. Das Gesamtkonzept hat einfach gestimmt. Wir haben uns von der technischen Seite her wohl gefühlt, die Beratung war sehr professionell, die Auslegung der Anlage war gut und es war einfach so ein Rundum-Wohlfühlpaket. Und so habe ich dann Leybold kennengelernt.

Also warst Du früher auf der Kundenseite?

Ja, letztendlich war ich früher bei einem Kunden angestellt.

Hast du vielleicht ein Projekt aus Deiner Erinnerung, dass Du erfolgreich abgeschlossen hast oder von dem du sagst „Das war wirklich ein besonderes Projekt für mich - ich bin stolz das mitgetragen zu haben“?

Ja, im Prinzip gibt es dahingehend viele Projekte. Die großen Anlagen & Ausschreibungen sind alleine schon vom Umfang her etwas ganz Besonderes. Beispielsweise gibt es ein großes Univex-Projekt, eine Leyboldanlage, für die wirklich viel Geld investiert wird. Die Anlage wird erst im nächsten Jahr gebaut, aber für mich persönlich war es das größte Projekt, das ich in meiner Leyboldkarriere verkauft habe. Das macht natürlich Spaß, wenn man da ein Dreivierteljahr Arbeit reingesteckt hat und dann auch der Auftrag kommt.

Zu Leybold als Arbeitgeber. Was schätzt du an Leybold als Arbeitgeber oder was schätzt du an der Zusammenarbeit in der Organisation, in der Vertriebsorganisation, in der Du jetzt eingesetzt bist?

Leybold ist ein tolles Traditionsunternehmen, welches seit 170 Jahren Vakuumpumpen entwickelt, herstellt und verkauft. Unsere Produkte sind sehr gut und in der Firma steckt so viel Know-How, so dass man von vielen Kollegen immer wieder Unterstützung bekommt und wir ein super Team sind.

Als Arbeitnehmer im Außendienst haben wir viele Freiheiten. Ich glaube, dass die Organisation selbst uns vertraut. Letztendlich arbeiten wir vom Home-Office aus und bekommen die notwendige Infrastruktur drumherum wie Laptop, Monitor, Drucker, Handy, etc. zur Verfügung gestellt. Ich fahre zudem einen Dienstwagen – habe also alles was für den Berufsalltag notwendig ist.

Ich mag den persönlichen Kontakt zu den Kollegen im Team. Es ist ein Vertrauensverhältnis da. Das finde ich eine schöne Sache. Ich fühle mich einfach wohl und vertraue meinen Vorgesetzten, z.B. wenn telefonisch eine Freigabe (wo nötig) gegeben wird, dass es dann auch in Ordnung ist.

Leybold und das Berufs- und Privatleben. Wie gestaltest du Deine Work Life Balance im privaten Bereich. Hast du das Gefühl, dass Dich Leybold dabei unterstützt Beides gut zu vereinbaren?

Ja - ich denke schon. Letztendlich ist es ja so, dass wir im Außendienst keine festen Arbeitszeiten haben, zu denen wir morgens um acht Uhr ins Büro kommen, an die Stempeluhr gehen, einstempeln und nachmittags um halb fünf wieder nach Hause gehen. Man muss sich schon ein bisschen selbst die Zeit einteilen - dahin gehend sind wir sehr frei. Natürlich muss die Arbeit erledigt werden. Aber z.B. nachmittags mal zu meinem Pferd gehe und mich dann dafür abends noch einmal an den Computer setzte, um meine Emails zu beantworten, dagegen hat bei uns niemand etwas. Man hat die Eigenverantwortung für seine Zeiteinteilung und ist daher auch im Alltag etwas flexibler.

Letztendlich fühlt man sich schon wie ein „kleiner Selbstständiger“.

Ich habe ein Interesse dran, dass die Kunden weiter bei Leybold bestellen. Wir haben ja auch von der Vergütung her Provisionsanteile. Da ist man dann natürlich auch bemüht, dass man die Aufträge reinholt und arbeitet folglich schon wie ein kleiner, eigenständiger Unternehmer. Ja, das beschreibt es vielleicht ganz gut.