Ausbildung: Diplom-Physikerin, Diplomarbeit im Bereich der Kernphysik (Erster Kontakt zu Leybold Produkten)

Rolle: Application Consultant QM &PM

Bei Leybold seit: September 2015

„Es gibt wenige Physiker, die als Physiker arbeiten. In der Forschung zu bleiben ist eher unrealistisch und man muss nach dem Studium schauen, wie es beruflich weiter geht. Und IT ist auch nicht ganz weit hergeholt. Gerade früher, als es noch keine zielgerichteten IT-Studiengänge gab, haben das viele Naturwissenschaftler gemacht - in einer Art Quereinstieg.“

WANN UND IN WELCHER ROLLE BIST DU BEI LEYBOLD EINGESTIEGEN?

Mein erster Tag war der 15.09.2015. Ich habe mich damals auf eine Ausbildungsstelle zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung beworben, da ich mich für einen Direkteinstieg im IT-Bereich noch nicht bereit fühlte. Ich wurde tatsächlich auch zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Aber in der zweiten Runde wurde mir dann gesagt, dass sie mich nicht unbedingt in einer Ausbildung sehen würden. Stattdessen wurde mir eine anderthalb-jährige Trainee-Position angeboten. Damals gab es das FLEX-Traineeprogramm leider noch nicht. Aber man hat für mich hier eine Möglichkeit geschaffen.

DU HAST EIGENTLICH PHYSIK STUDIERT. WIESO DER EINSTIEG IM IT-BEREICH?

Die physikalischen Experimente müssen ja ausgewertet werden. Dafür musste man dann schon im Studium, das ein oder andere Programm schreiben. Das fand ich spannend und lustig, und es hat mir Spaß gemacht. Das war ein bisschen so wie Puzzeln. Aber ich habe mich eben nicht fähig gefühlt direkt in einen IT-Beruf einzusteigen. Aber Physik studiert man auch nicht mit dem Ziel danach Physiker zu werden. Es gibt wenige Physiker, die als Physiker arbeiten. In der Forschung zu bleiben ist eher unrealistisch und man muss nach dem Studium schauen, wie es beruflich weiter geht. Und IT ist auch nicht ganz weit hergeholt. Gerade früher, als es noch keine zielgerichteten IT-Studiengänge gab, haben das viele Naturwissenschaftler gemacht - in einer Art Quereinstieg.

WÜRDEST DU DEN EINSTIEG ÜBER EIN TRAINEEPROGRAMM IN DEN IT-BEREICH EMPFEHLEN?

Ja, das war ein guter Weg, gerade mit meinem Studienhintergrund. Ich hatte in der Traineezeit eine SAP-Flatrate, wo ich viele Schulungen besuchen durfte und viel lernen konnte.

WIE KAM LEYBOLD IN DIE AUSWAHL ALS POTENZIELLER ARBEITGEBER?

Zu Anfang war es nur die Stellenanzeige für Ausbildungsstelle Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung, die mein Interesse geweckt hat. Bei der Vorbereitung wurde mir dann eine große Schnittstelle zu Leybold klar. Ich kannte die Produkte bereits aus dem Studium, hatte sie sogar eingesetzt. Das war ein, wie ich finde, netter, witziger Einstieg ins Vorstellungsgespräch und man konnte direkt auf einer anderen Basis miteinander sprechen. Ich glaube, ich bin tatsächlich die Einzige aus unserer IT-Abteilung, die schon mal mit den Produkten gearbeitet hat. Ich weiß es nicht 100 %, aber ich könnte es mir vorstellen.

ICH KANN MIR SCHON VORSTELLEN, DASS DAS AUCH FÜR DEINE ARBEIT EINEN MEHRWERT BIETET. DU HATTEST JA BEREITS ERZÄHLT, DASS DU ANDERTHALB JAHRE TRAINEE WARST UND DANN ÜBERNOMMEN WURDEST. WAS IST DEINE AKTUELLE FUNKTION? WAS SIND DEINE HAUPTAUFGABEN?

Zuerst habe ich dann noch die SAP-Ausbildung als Qualitätsmanagement-Berater gemacht, habe mein Zertifikat gemacht und bin dann übernommen worden als Junior QM-Beraterin in SAP und auch als ABAP-Entwicklerin. Ich habe auch parallel ABAP-Programmierung gelernt, allerdings nicht bei SAP, sondern von Kollegen - am lebenden Beispiel sozusagen. Vor Kurzem habe ich noch die Betreuung für den Bereich Plant Maintenance (Instandhaltung) übernommen. Und das „Junior“ ist nun auch nicht mehr da. Jetzt bin ich QM- und PM-Beraterin und Entwicklerin.

UND WENN DU DAS JETZT NOCH MAL FÜR JEMANDEN ZUSAMMENFASSEN MÜSSTEST, DER SICH DAMIT NICHT SO AUSKENNT - WAS MACHST DU DEN GANZEN TAG?

Es heißt so schön Analyse, Beratung und Customizing von Prozessen, Update und Weiterentwicklung. Also wenn ein neuer Prozess eingeführt werden soll, dann mache ich die Beratung und Einstellung des Systems (SAP). Das heißt, ich berate dabei, was im System umsetzbar ist. Ich führe die entsprechenden Einstellungen durch und wenn Programmierungen gemacht werden müssen, dann kann ich das auch machen. Es werden jährlich Updates eingespielt. Dabei unterstütze ich auch. Und dann gibt es auch noch den 1st und 2nd Level Support, das mache ich aber eher in Richtung Berechtigungen und User Anlage. Das war damals das erste Produktive, was ich machen dürfte während der Trainee-Zeit. Mittlerweile mache ich das meist nur noch in Vertretung.

WAS GEFÄLLT DIR AN DEINER ARBEIT BESONDERS?

Es ist selten die gleiche Aufgabe. Es ist immer was Neues, es ist nicht langweilig. Wenn es jeden Tag dasselbe wäre, wäre es kein Job, mit dem ich glücklich werden würde.

WARUM ARBEITEST DU GERN BEI LEYBOLD?

Die Kollegen sind ein unheimlich wichtiger Faktor. Ich freue mich im Büro zu sein und die Kollegen zu sehen. Leybold ist ein guter Arbeitgeber. Ich fühle mich auf jeden Fall von der Firma unterstützt.

WAS SIND DEINE HOBBYS?

Momentan lese ich viel, vor allem Science-Fiction und Fantasy. Wozu ich in letzter Zeit nicht gekommen bin, ist Tauchen. Aber ich habe jetzt mit dem Laufen angefangen.