Die Vacuum Oxygen Decarburizing (VOD, Vakuum-Sauerstoff-Entkohlung) wird typischerweise zur Herstellung von Edelstählen eingesetzt. Im Vergleich zum VD-Prozess beinhaltet die VOD-Behandlung einen zusätzlichen Prozesschritt während dem Sauerstoff auf die Schmelze geblasen wird um den Gehalt an oxidierbaren Verbindungen wie z.B. Kohlenstoff oder Phosphor zu reduzieren. Der Sauerstoffstrom kann auch für die chemische Erwärmung der Schmelze  genutzt werden (VD-OB-Prozess), da die chemischen Reaktionen der Stahlinhalte mit Sauerstoff exotherm sind.

Während des Entkohlungsschrittes muss das Vakuumsystem in der Lage sein, kontinuierlich bei einem Druck im Bereich von ~50-200 mbar zu arbeiten und gleichzeitig hohe Gasströme von typischerweise 5.000 m³/h bis 20.000 m³/h zu fördern. Der Entkohlungsprozess kann ~10-45 min andauern.

Die größten Herausforderungen dieser Anwendung sind die extrem hohen Mengen an Staubpartikeln, die während des Blasprozesses entstehen, daneben sind Gasströmungsspitzen mit hohen Konzentrationen an unreagiertem Sauerstoff möglich. 

Der Entkohlungsschritt wird immer von einem Entgasungsschritt gefolgt (VD), für welchen Saugvermögen zwischen 50.000 m³/h und 250.000 m³/h bei Prozessdrücken um 0,67 mbar erforderlich sind.

Die Staubfiltration ist erforderlich, um die teilweise riesigen Mengen an Staub, die während des Prozesses entstehen, abzufangen. Da die Staubpartikel oft pyrophor sind, muss das Filtersystem entsprechend ausgelegt sein. Erfolgreich eingesetzte Filter werden deswegen mit "Inertgas-Rückspülung" zur Reinigung der Filteroberfläche ausgerüstet.

Während der länger andauernden Sauerstoffphase bei rauen Betriebsdruck haben die aus dem Tank-Entgaser austretenden Gase eine hohe Dichte, was bedeutet, dass sie viel Wärmeenergie speichern. Um den Staubfilter vor Überhitzung zu schützen, muss während der Sauerstoffblasphase ein Gaskühler zwischen Filter und Tank installiert werden.